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Im Amtsgericht Bremerhaven begegnen sich Justiz, Kunst und Kultur

Auf den Seiten von ART-gerecht finden Sie Veranstaltungstermine und viele Informationen
zu den Themen: "Justiz, Kunst und Kultur".
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Veranstaltung:

Donnerstag, 08. Dezember 2011, 19.00 Uhr

Der Einzelkämpfer – Über den Richter Heinz Düx

Ein Dokumentarfilm von Wilhelm Rösing (Deutschaland 2011/79 Min.)
Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur

Der Jurist Dr. Heinz Düx bereitete 1961 als Untersuchungsrichter mit einer akribischen Befragung von Zeugen und Beschuldigten den Auschwitzprozess in Frankfurt vor, der wie kein anderer in der Nachkriegszeit die Struktur der Konzentrationslager, den verbrecherischen Charakter der NS – Herrschaft und die willige Beteiligung eines Großteils der deutschen Bevölkerung offen legte. Die Widerstände der deutschen Justiz und Politik gegen diesen Prozess waren groß. Doch ließ sich Heinz Düx nicht abschrecken. Seine Haltung machte den couragierten Untersuchungsrichter zu einem Außenseiter innerhalb der in den Nationalsozialismus verstrickten Richterschaft, ebenso wie den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, mit dem er eng zusammenarbeitete.


Ort: Amtsgericht Bremerhaven, Saal 100, Nordstraße 10, 27580 Bremerhaven

Kostenbeitrag: 5,00 €

Karten: unter: 0471/932330,
NZ-Ticket-Shop 0471/597455,
sowie www.tif-bremerhaven.de

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem LFI-Bremerhaven statt.

Veranstaltung:

Montag, 07. November 2011, 20.00 Uhr

Franz Kafka: DER PROZESS

Gelesen von Susanne Schwan und Martin Kemner
 

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines morgens verhaftet.“

Dieser erste Satz des Romans ist zu einem der berühmtesten Roman-Anfänge der Weltliteratur geworden.
In „Der Prozess“ erfährt der Mensch K. seine ohnmächtige Ausgesetztheit gegenüber einer übermächtigen Maschinerie, entfremdet, hilflos.
Kafka übersetzt diesen gesellschaftlichen Konflikt in kraftvolle, visionäre sprachliche Bilder, grotesk, absurd, beklemmend und klarsichtig zugleich. 
Der jüdische Autor Franz Kafka war im Nazi-Deutschland verfemt, seine Werke wurden 1933 verbrannt.

„So wie Kafka wollten viele nach ihm schreiben“, hieß es später in der ZEIT, „die Opfer des Terrors lasen ihn als Trost, die Täter hassten ihn“. 



Ort: Amtsgericht Bremerhaven, Saal 100, Nordstraße 10, 27580 Bremerhaven

Kostenbeitrag: 8,00 €

Karten: unter: 0471/932330,
NZ-Ticket-Shop 0471/597455,
sowie www.tif-bremerhaven.de

Presseartikel vom 14.06.2011 in der NZ

Bödecker-Kreis kommt vor den Kadi

BREMERHAVEN. Heiß auf die Schafskälte will er Leseratten machen und sie so vor den Kadi bringen: Der Friedrich-Bödecker- Kreis Bremerhaven lädt zur Krimi- Lesung ins Amtsgericht ein. „Da fließt viel Blut, bei Schafen wie bei Menschen“, kitzelt Vereinschef Rolf Stindl die Lust auf einen Gruselabend am Mittwoch, 22. Juni, 19.30 Uhr, wach. Mit der Lesung „Schafskälte“ läutet der Verein die zweite Jahreshälfte ein – und wirbt um neue Mitstreiter.

>> zum Artikel

Lesung am Montag, 23. Mai, 19:30 Uhr im Amtsgerichtsaal 100

"R O S A: FREIHEIT IST IMMER DIE FREIHEIT DES ANDERSDENKENDEN"

“Briefe aus dem Gefängnis“


Hommage an Rosa Luxemburg - ermordet 1919.
Lesung am Montag, 23. Mai, 19.30 Uhr im Amtsgerichtssaal 100,
mit Susanne Schwan und Eva Schimmelpfennig.

Unermüdliche Kämpferin für den Sozialismus, Revolutionärin, Frauenrechtlerin und Spartakistin, Weggefährtin Karl Liebknechts, leidenschaftliche Rhetorikerin  und scharfsinnige Journalistin. Das ist die eine, die populäre Seite der Politikerin, die 1871 im zaristischen Russland geboren und am 15. Januar 1919 in Berlin erschossen wurde. Ihre Leiche wurde am 31. Mai im Landwehrkanal gefunden.

Die andere, weniger bekannte Seite offenbart vor allem  die private Korrespondenz Rosa Luxemburgs - die einer feinsinnigen, warmherzigen und humorvollen Poetin, Naturliebhaberin, zärtlichen Freundin und sensiblen Seele, die ihren Ausdruck in stilistisch brillanten Schriften findet.

Ihrer demokratischen, kritischen und kämpferischen Gesinnung verdankte Rosa immer wieder lange Zeiten der Inhaftierung - ob in Zwickau, Warschau, dem Frauengefängnis Berlin, in der Festung Wronbke oder im Strafgefängnis Breslau. Engste Vertraute und Verbündete über die Jahre wurde ihre Sekretärin Mathilde Jacob, der es immer wieder gelang, Rosas Schriften durch die Zensur aus dem Knast zu schmuggeln und Nachrichten aus der Welt in die Zelle zu tragen.Jacob selbst kam 1942 in  Theresienstadt um.

Vor allem aus dem schillernden Briefwechsel dieser beiden bedeutenden Frauen wird an diesem Abend vorgelesen, dem ein Essaye über Rosas Ermordung von Egon Erwisch Kisch vorangestellt wird - gelesen von Kay Krause.


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